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Juni 2026


Ein-Standort-Lösung: Neubau der bundeseigenen Straßenmeisterei in Völklingen mit der LEG Service

Verkehrsministerin Petra Berg hat am 10. Juni gemeinsam mit Stephan Tautz, Oberbürgermeister der Stadt Völklingen, und Werner Nauerz, Direktor des Landesbetriebes für Straßenbau (LfS), die seit November ´25 im Bau befindliche kompakte Straßenmeisterei in Völklingen besucht. Der Neubau der Straßenmeisterei basiert auf dem zukunftsorientierten Konzept einer „Ein-Standort-Lösung“, das kurze Wege, effiziente Arbeitsabläufe und hohe Standards im Bereich der Nachhaltigkeit miteinander verbindet. Investiert werden für die neue Außenstelle des LfS ca. 12 Millionen Euro.
Als Generalübernehmer hat die SHS-Tochter LEG Service die Realisierung der künftigen bundeseigenen Meisterei übernommen.

„Mit dem Neubau der bundeseigenen Straßenmeisterei in Fürstenhausen entsteht ein modernes Gebäude und es ist eine erhebliche Investition in die Infrastruktur des Straßenbetriebsdienstes getätigt worden“, sagte Petra Berg, Ministerin für Umwelt, Klima, Mobilität, Agrar und Verbraucherschutz. „Das Gebäude entspricht dem neusten Stand der Technik und setzt hohe Maßstäbe in den Bereichen Nachhaltigkeit und CO2-Neutralität sowie Klima- und Umweltschutz.“

Um Unterbrechungen der straßenbetrieblichen Arbeitsabläufe zu minimieren und die Effizienz nachhaltig zu steigern, entschieden sich das Verkehrsministerium und der LfS für den Neubau einer Kompakt-Meisterei in der Völklinger Kokereistraße. Der Standort befindet sich in unmittelbarer Nähe des ehemaligen Kokerei-Areals Fürstenhausen, das heute als Industrie- und Gewerbegebiet genutzt wird. Das Grundstück erwarb der LfS von der Terrag Unternehmensgruppe. Als Generalunternehmer wurde die Peter Gross Bau beauftragt. Mit der Fertigstellung ist voraussichtlich im ersten Quartal 2027 zu rechnen.

Die erste Ein-Standort-Lösung im Saarland hatte die LEG Service GmbH bereits 2019 als Generalübernehmer umgesetzt und für den Neubau der Straßenmeisterei in Merzig alles unter einem Dach vereint. In Völklingen entsteht nun die zweite Kompaktmeisterei unter der Projektsteuerung der SHS-Tochter. Valentin Holzer, LEG Service-Geschäftsführer, bringt es auf den Punkt:
„Als Generalübernehmer trägt die LEG Service die Gesamtverantwortung für Planung, Organisation und Ausführung der Maßnahmen. Die neu errichtete Straßenmeisterei Völklingen ist auf dem neuesten Stand der Technik und erfüllt alle Anforderungen an ein modernes, nachhaltiges Gebäude. Damit zeigt unsere Gesellschaft, dass sie ein verlässlicher und leistungsstarker Partner für die Realisierung hochkomplexer Bauprojekte ist. Wir freuen uns, dass wir bei der Ein-Standort-Lösung in Völklingen einen weiteren wichtigen Beitrag zur Weiterentwicklung der Verkehrsinfrastruktur im Saarland leisten können.“

Knapp 1.000 Tonnen Salz, Fahrzeuge, Schilder, Waschhalle, Werkstatt und Verwaltung – alles an einem Platz

Fahrten zum Beladen, Reparieren oder Reinigen der Fahrzeuge zwischen verschiedenen Einrichtungen werden überflüssig. Die LEG Service hat für die künftige Straßenmeisterei in Völklingen auf der ca. 17.000 m2 großen Fläche (Grundstück insgesamt: 37.860 m2) ein aktuelles Konzept umgesetzt – die Kompaktlösung, die in Völklingen alles an einem Platz vereint: Das 2-geschossige Verwaltungsgebäude inklusive Sozialräume, die angebaute Fahrzeughalle mit integrierter Werkstatt und Lager, Waschhalle, Schilderlager und Anschluss Fernwärme. Die mit Holz ausgekleidete Salzhalle mit Soleerzeugung ist nur einen Steinwurf entfernt.

 

Nicht umsonst wurde das Projekt in der vorausgegangenen Machbarkeitsstudie mit „Kompaktlösung als Umweltmeisterei“ bezeichnet:

Nachhaltiges Projekt

Die künftige kompakte Straßenmeisterei Völklingen ist als nachhaltiges und zukunftsorientiertes Gebäude konzipiert. Durch den Anschluss an das Fernwärmenetz erfolgt die Wärmeversorgung mit einem Emissionswert von 0 g CO₂/kWh. Zur ressourcenschonenden Nutzung von Wasser wird eine Regenwasserzisterne mit einem Fassungsvermögen von 200 m³ errichtet. Das gesammelte Regenwasser dient sowohl der Soleerzeugung als auch der Versorgung des Waschplatzes.

Die Eigenstromversorgung wird durch eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 99 kWp sichergestellt, die durch einen Batteriespeicher mit einer Kapazität von 25 kWh ergänzt wird. Für die Förderung der Elektromobilität werden vorerst sieben Doppelladesäulen mit jeweils 2 × 11 kW Ladeleistung installiert. Bei Bedarf ist die Anlage erweiterbar.

Ein energieeffizientes Beleuchtungskonzept mit moderner LED-Technik reduziert den Stromverbrauch zusätzlich. Die intelligente KNX-Gebäudesteuerung ermöglicht eine bedarfsgerechte Regelung und Überwachung der technischen Anlagen. Darüber hinaus trägt eine extensive Dachbegrünung auf dem Verwaltungsgebäude zur Verbesserung des Mikroklimas, zur Regenwasserrückhaltung und zur ökologischen Aufwertung des Standorts bei.

 

Hintergrund Straßenmeisterei

Im Rahmen der Reform der Bundesfernstraßenverwaltung werden Bundesautobahnen seit 2021 nicht mehr in Auftragsverwaltung durch die Länder, sondern in Bundesverwaltung geführt. Der Bund hat die alleinige Verantwortung für Planung, Bau, Betrieb, Erhaltung, vermögensmäßige Verwaltung und Finanzierung der Bundesautobahnen. Seither betreut der LfS ausschließlich Bundes- und Landesstraßen. So wurde aus den ehemaligen Straßen- und Autobahnmeistereien reine Straßenmeistereien.

 

Foto: Ann-Sophie Ruf/MUKMAV